Bergfex und Berghex - zum dritten Mal auf der Emberger Alm, oder: Der Geburtstagswanderurlaub

22.-28. Juli 2007





Reisebericht
Feldner Hütte
Fotos

Reisebericht


Auch in diesem Jahr wollten wir wieder einige Wandertage auf der Emberger Alm verbringen. Nachdem wir aber das Schnee-Experiment des letzten Ausfluges (siehe auch hier) vermeiden wollten, entschieden wir uns deshalb für Juli als Wandermonat. Praktisch war zugleich, dass Felix in dieser Woche Geburtstag hatte. :-)

Zum ersten Mal hatten wir auch eine 2-Tages-Tour geplant, die uns in die Kreuzeckgruppe führen sollte. Zudem war hier eine Übernachtung auf der Feldner-Hütte auf 2.186 HM.


1. Wanderung (Knoten)
Da das Wetter gut genug für eine längere Wanderung war, machten wir uns als Aufwärmrunde auf den Weg zum Knoten, erneut wieder über den Franz-Striednig-Weg, der zwar anstrengender, aber auch schöner auf den Gipfel über die Oberberger Alm führte. Zum ersten Mal konnten wir auch eine gemütliche Pause einlegen, nachdem es angenehm warm und nicht zu windig war. Von Vorteil ist es auch, dass der Gipfel meistens von der Vorderseite aus bestiegen wird, und so waren wir wieder ganz allein auf dieser Strecke unterwegs. (Wanderzeit ohne Pause ca. 4 Stunden)

2. Wanderung (Naßfeldriegel)
Obwohl wir unsere 2-Tages-Tour von Dienstag auf Mittwoch geplant hatten, mussten wir wegen des Wetters kurzfristig umdisponieren, sodass an diesem Tag nur der Naßfeldriegel auf dem Programm stand.

Wie schon das letzte Jahr war es auch bei dieser Besteigung des Naßfeldriegels stark nebelig und die Berglandschaft ringsum von dicken Nebelschwaden umhüllt. Nach einer sehr kurzen Pause ging es schließlich wieder zurück zum Alpenhof, da für Nachmittag Regen vorausgesagt war. Dieser kam auch, aber in Form heftigen Hagels am Abend, sodass die Wiesen wie schneebedeckt wirkten.

3. Wanderung (2-Tages-Tour: Feldner-Hütte & Kreuzeck)
Dieses Mal war unsere 2-Tages-Tour geplant, und auch das Wetter spielte dieses Mal brav mit. Schon beim Aufbruch hatten wir schönstes Sommerwetter, und so beschlossen wir, einen kleinen Umweg auf den Hochtristen zu machen, dessen Gipfel bei unserem letzten Aufenthalt ja leider dem Schnee zum Opfer gefallen war.

Nach 2 Stunden hatten wir den Gipfel erreicht und durften eine gute Aussicht auf die umliegende Berglandschaft genießen. Zu lange konnten wir aber nicht pausieren, da die Strecke zur Feldner Hütte noch eine weite war. Nach dem Abstieg vom Hochtristen marschierten wir Richtung Zweiseentörl, doch diesmal nicht in Richtung Zweiseen, sondern am Hang der Grafischen Tristen eine lange Strecke entlang. Der Pfad war schmal, direkt im Hang gelegen und wegen des Gerölls eher anstrengend zu bewandern. Nach ca. 1 Stunde querten wir den Kamm und gelangten auf die andere Seite der Bergkette, von wo aus es weiter zur Feldner Hütte ging.

Auch die weitere Strecke war anstrengend, da es durch Geröll und über viele Steine ging. Doch wirklich fies war der Blick auf die Feldner Hütte, den man schon sehr früh hatte. Dass es dann aber noch immer fast zwei Stunden dauerte, bis man bei der Hütte schließlich auch anlangte, war doch eine echte Herausforderung. Erst als wir die grüne Fahne mit dem weißen Edelweiß erblickten, wußten wir erleichtert, dass wir nach guten 5 Stunden und guten 11 km doch am Ziel angelangt waren. Im Hintergrund blickten Kreuzeck und Hochkreuz auf uns herab, und außer Kühen und ein paar weiteren Hüttengästen war nichts und niemand hier oben auf 2.186 HM zu sehen.

Das Wetter war traumhaft, strahlend blauer Himmel, und den Abend genossen wir - nach einem dringend notwendigen gewordenen Essen - im Freien auf einer Anhöhe beim Blick auf die Berge und den großen Gebirgssee, der direkt hinter der Hütte lag. Außer einem Bach, der vom Gebirgssee abfloß, war kein anderes Geräusch in dieser Höhe zu hören.

Als langsam die Sonne unterging, blieb uns kaum was anderes übrig, als schlafen zu gehen. Nachdem wir möglichst wenig Gepäck mit uns genommen hatten, war somit auch keine Lektüre dabei. Da wir aber am nächsten Tag ohnehin eine weitere anstrengende Wanderung vor uns hatten, war früh schlafen zu gehen ohnehin keine schlechte Idee.

Leider war die Nacht alles andere als erfreulich, denn nachdem die Hütte nicht sehr groß war, hatten wir nur mehr zwei Betten im 10-Bett-Lager bekommen. Zwar waren außer uns nur zwei weitere Leute im Raum, doch schnarchte einer davon derart laut, dass es mich wunderte, dass nicht die ganze Hütte aufgewacht war. An Schlaf war in dieser Nacht kaum zu denken, und nachdem die Morgendämmerung hereingebrochen war, beschlossen wir, um 5.30 Uhr - unausgeschlafen - aufzustehen.

Nach einem Frühstück mit viel Kaffee ging es fast wieder munter um 7.15 Uhr auf den Kreuzeck-Gipfel auf 2.701 HM. Schon bereits vom Fuße des Gipfels war das in der Morgensonne schillernde Gipfelkreuz gut zu sehen. Die Strecke war eine überraschend angenehme zu wandern, und nach 1 Stunde gelangten wir auf den Gipfel mit einer atemberaubenden Aussicht, da sich der Morgennebel hoch oben am Gipfel bereits verzogen hatte. Das Mölltal war perfekt zu sehen, außerdem die Vierzehn Seen bis hin zur Großglockner-Gruppe mit dem Großglockner himself.

Zurück ging es wieder auf dem gleichen Weg, und danach machten wir uns auf die Wanderung zurück zur Emberger Alm. Dieses Mal ging es nicht über den Hochtristen, sondern über das Zweiseentörl und die Zweiseen. Als wir nach vielen Kilometern, Höhenmetern und ca. 7 Stunden (ohne Pausen) wieder Sicht auf den Alpenhof erhaschen konnten, waren wir ziemlich erleichtert, zumal uns auch schon der Hunger vorantrieb. Und das angenehmste war, dass wir an diesem Abend als erstes den leckeren Schweinsbraten serviert bekamen, nachdem Gerti erraten hatte, dass wir sehr, sehr hungrig waren...


Die Feldner-Hütte



Angelika vom Alpenhof war so nett, für uns am Vortrag einen Platz in der Hütte zu reservieren, was auch gut geklappt hat. Leider hatten wir kein Glück, eines der drei Doppelbett-Zimmer zu bekommen, und so mußten wir uns mit dem 10-Betten-Lager zufrieden geben. Wir wollten keinen eigenen Schlafsack mitschleppen, aber wir konnten uns gegen EUR 2,--/Schlafsack einen ausborgen.

Die Hütte liegt wirklich inmitten von nichts außer Bergen am idyllischen Glanz-See. Es gibt nichts, keine Straßen, keinen Handy-Empfang, nur sehr viel Ruhe und ein paar Kühe. Die Zimmer sind sehr sauber, es gibt zwei Waschgelegenheiten und zwei Toiletten (für Männer und Frauen getrennt - alles sehr sauber), jedoch keine Duschen. (Wichtig: Handtücher selbst mitbringen!) Auch essenstechnisch gibt es eine überraschend große Auswahl, wovon alles gekocht wird, was man möchte. Das Frühstück selbst besteht neben Kaffee aus selbstgemachtem Brot mit diversen Marmeladesorten. Ob es auf Wunsch Wurst & Käse o.ä. gegeben hätte, ist uns nicht bekannt, da es so für uns völlig ausreichend war.

Wenn man einen leichten Schlaf hat, ist ein Mehr-Bett-Lager nicht unbedingt zu empfehlen, da wir das Pech hatten und eine außerordentliche Schnarchkanone in unserem Raum genießen durften. Bei rechtzeitiger Anmeldung kann man sicher auch eines der Doppelbettzimmer ergattern.

Nachdem es wohl die einzige Hütte in der Umgebung ist, sind auch die Preise dementsprechend. Für das 10-Bett-Lager zahlten wir pro Person EUR 12,--, wobei da noch EUR 2,-- für den Schlafsack und EUR 5,-- für das Frühstück dazu kamen. Ein Abendessen (Hauptspeise) kostet so zwischen EUR 6,-- bis 8,--. Da wir einen Thermoskanne für Tee mit hatten, haben wir um heißes Wasser gefragt, das nochmal extra pro Liter EUR 2,-- kostete. Wenn man also auf der Hütte nächtigt, sollte man genug Geld bei sich haben. Wir hatten gerade EUR 60,-- mit, was sich auf den Cent genau ausgegangen war.


Fotos

Fotos siehe unter: Wanderungen
ungefähres Höhenprofil mit Distanz: Download (PDF-Dokument)



Weitere Infos & Fotos:
Zur ersten Wanderung auf der Emberger Alm: Übersicht
Alpenhof-Fotos unter: Der Alpenhof
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